Therapiegipfel, aber reicht das?

Reicht das zum Leben? Jedenfalls reicht das, was Heilmittelerbringer in der Lohntüte haben nicht wirklich. Seit Jahren kämpft die Branche mit Engpässen! Den Beruf des Physiotherapeuten zu erlernen muß man schon sehr gut finanziell aufgestellt sein. Denn bekommen Auszubildene in der Wirtschaft "Lehrlingsgeld" muß der zukünftige Therapeut seine Ausbildung selbst finanzieren. Die Politik muß handeln, Schulgeld muß endlich der Vergangenheit angehören!  Doch auch nach der Ausbildung hört es nicht auf! Weiterbildungen, Kurse, Zertifikate, alles kostet viel Geld aber ohne Zusatzausbildungen hat man keine Chance. Doch die Vergütung der Therapeuten ist mager. Für einen Job in ständiger Zwangsposition, für harte Arbeit mit einem hohen Maß an Verantwortung und einer ständigen Weiterbildung bekommen die Therapeuten einen Hungerlohn. Kein Wunder, daß es kaum Auszubildene gibt, immer mehr Therapeuten wenden diesem, doch so wichtigen Beruf den Rücken zu, weil sie sich in ihrer Existenz bedroht sehen! Immer mehr Patienten müssen von immer weniger Therapeuten behandelt werden und längst gibt es nicht nur den Pflegenotstand, sondern auch den Therapeuten-Notstand.
Auf dem 1. Therapiegipfel in Berlin sagte der Bundesgesundheitsminister Spahn, dass die dauerhafte Entkoppelung der Honorare von der Grundlohnsummenentwicklung reichen müsse. Doch damit kann der Fachkräftemangel in der Physiotherapie nicht verbessert werden. Eine bessere Vergütung der Therapeuten ist zwingend erforderlich! Der angestellte Therapeut muß endlich angemessen entlohnt werden! Dazu bedarf es natürlich einer Tranzparenz, da es keine Flächentarifverträge wie in der Wirtschaft gibt.

Wir werden beobachten, was Herrn Spahns Eckpunkte-Papier bringt und ob es mehr wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt wurde.